Eine gut durchgeführte Immersionstaufe beruht auf Vorbereitung, nicht auf Improvisation. Hier ist der vollständige Ablauf, vom Befüllen des Beckens bis zum Abtrocknen, für eine Gemeinde, die zum ersten Mal einen Taufgottesdienst hält oder ihren Ablauf verlässlicher machen möchte.
Eine Woche vorher: Vorbereitung
- Täuflinge bestätigen und einweisen: Wechselkleidung mitbringen (dunkle Kleidung, die nass nicht durchsichtig wird), die Geste durchsprechen, darauf hinweisen, dass die Zeit unter Wasser sehr kurz ist.
- Den Ort wählen: ein ebener, fester Boden, in der Nähe einer Wasserstelle zum Befüllen und eines Abflusses zum Entleeren, mit eigener Steckdose, wenn das Wasser vor Ort erwärmt werden muss.
- Die Ausstattung prüfen: Beckenkonstruktion, Ablassventil, Füllschlauch, Handtücher, Bademäntel und ein Raum zum Umziehen.
Am Tag selbst: Aufbau und Befüllen
- Das Becken aufbauen. Das mobile Taufbecken von Kollder lässt sich in weniger als 2 Minuten von einer Person ohne Werkzeug aufbauen.
- Befüllen. Für ein Becken von 205 × 80 × 60 cm sind 500 bis 700 Liter einzuplanen, etwa 15 bis 30 Minuten mit einem Gartenschlauch je nach Durchfluss, oder die entsprechende Menge in Behältern, wo keine Wasserstelle in der Nähe ist.
- Füllstand und Temperatur einstellen. Eine Wassertiefe von 50 bis 60 cm bedeckt einen liegenden Erwachsenen. Ziel ist Wasser von etwa 30 °C, bei Raumtemperatur oder vorab erwärmt, ganz ohne die Kaltwasseranforderung einer medizinischen Wanne.
Kurz vor dem Gottesdienst
- Taufenden und Assistenz einweisen: den Griff abstimmen (eine Hand hinter dem oberen Rücken, eine am Unterarm) und das Signal, das die Untertauchung einleitet.
- Die Umgebung sichern: eine rutschfeste Matte am Ein- und Ausstieg, Handtücher und Bademäntel in Reichweite, ein warmer Raum zum Umziehen.
- Den Täufling einsteigen lassen und sich einen Moment an das Wasser gewöhnen lassen, bevor die Geste erfolgt.
Die Taufe selbst
- Der Täufling steht oder sitzt je nach Beweglichkeit in der Mitte des Beckens. Der Taufende steht daneben, im Wasser.
- Nach den Worten des Gottesdienstes senkt der Taufende den Täufling nach hinten in eine vollständige, kurze Untertauchung, Kopf eingeschlossen, und hebt ihn dann sanft wieder auf.
- Eine kurze Pause, dann Unterstützung bis zum Beckenrand.
Nach der Untertauchung
- Handtuch, Bademantel, ein warmer Raum. Am Ausgang sollte für jeden Täufling eine eigene helfende Person bereitstehen.
- Zwischen den Täuflingen bleibt dasselbe Wasser für die gesamte Runde nutzbar.
- Nach dem Gottesdienst: über das Ventil entleeren, mit klarem Wasser abspülen, das Gestell trocknen, bevor es in die Tragetasche gefaltet wird.
Weiterführende Informationen
- Mobiles Taufbecken: Platz für zwei Personen und vollständige Immersion
- Wie groß muss ein Taufbecken für die Erwachsenentaufe sein?
- Immersionstaufe ohne Schwimmbad oder Fluss: so gelingt sie
- Mobiles Taufbecken für die Immersionstaufe
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