Eine Hitzewelle erhöht nicht nur die Zahl der Vorstellungen in der Notaufnahme. Sie verändert auch, wer kommt: Dehydrierung, dekompensierte chronische Erkrankungen, Hitzeerschöpfung und belastungsbedingter Hitzschlag treffen gleichzeitig ein, mit sehr unterschiedlicher Dringlichkeit, aber manchmal ähnlichem ersten Eindruck. Die Triage wird zu dem Schritt, an dem sich der Ausgang entscheidet.

Warum das reine Patientenaufkommen die falsche Kennzahl ist

Hitzebedingte Notaufnahme-Besuche steigen in der warmen Jahreszeit stark an, mit einem deutlichen Schwerpunkt zwischen Mai und September, wie etwa die Daten der US-amerikanischen CDC zeigen. Wer Kapazitäten nur nach der Zahl der Vorstellungen plant, übersieht die wichtigere Größe: wie viele dieser Patienten das 30-Minuten-Fenster brauchen, das der belastungsbedingte Hitzschlag verlangt, und wie viele gefahrlos warten können.

Die Triage-Falle

Ein Patient mit Verwirrtheit und heißer Haut nach körperlicher Anstrengung kann auf den ersten Blick einem Patienten mit Hitzeerschöpfung ohne Zeitdruck ähneln. Triage-Systeme, die die Kombination aus Verwirrtheit und Hyperthermie nicht ausdrücklich als zeitkritische Kategorie kennzeichnen, riskieren, einen Hitzschlag-Patienten in die normale Warteschlange einzuordnen. Dort verstreichen genau die Minuten, die am stärksten über das Überleben entscheiden.

Wie eine wirksame Hitzewellen-Triage aussieht

Notaufnahmen mit guten Hitzewellen-Abläufen schulen ihr Triage-Personal darauf, jede Verwirrtheit nach Anstrengung bei einem heißen Patienten als Fall zu behandeln, der zuerst ausgeschlossen werden muss: sofortige Messung der Körperkerntemperatur und bei erhöhtem Wert sofortige Kühlung, statt auf die vollständige Diagnostik zu warten. Dafür muss niemand das etablierte Triage-System (etwa das Manchester-Triage-System) aufgeben. Es reicht ein spezifisches Hitzschlag-Kennzeichen, das die normale Position in der Warteschlange übersteuert.

Die Kühlkapazität muss mit dem Ansturm mithalten

Triage-Regeln wirken nur, wenn die Notaufnahme umsetzen kann, was sie erkennt. Eine Notaufnahme, die einen Hitzewellen-Ansturm erwartet, braucht Immersionskapazität, die mit dem Aufkommen wächst, nicht eine einzige Wanne für die ganze Abteilung. Die Notfall-Kühlwanne von Kollder lässt sich kompakt lagern, steht dank ihres Stahlrahmens mit 6 Auflagepunkten stabil und bietet Platz für bis zu 2 Personen in gleichzeitiger Immersion. So lassen sich für genau dieses Szenario mehrere Einheiten bereitstellen. Mehr unter kollder.com/de/#contact.

Weiterführende Informationen


Quellen: CDC, Heat-Related Emergency Department Visits, ACSM Expert Consensus Statement, 2023.

Kollder ist die Notfall-Kühlwanne für Stabilität, faltbar für den Transport und mit Platz für 2 Personen gleichzeitig.

Angebot anfordern